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Botschaft

DIE BOTSCHAFT VON FATIMA

 

Es war im Jahr 1917

Portugal ist seit einem Jahr in das blutige Ringen des Krieges hineingezogen. Nun greifen auch noch die USA in den Krieg ein und machen damit ihren ersten Schritt zur bedeutendsten militärischen Macht des Westens. Man schreibt den 6. April 1917. Zwei Tage später wird Lenin mit 32 Genossen durch die deutsche Heeresleitung von Zürich nach Russland geschleust. Im Oktober bricht die Revolution in Russland aus, die dem Kommunismus zum Sieg verhilft. Damit ist auch für die Sowjets der erste Schritt zur bedrohlichen Weltmachtstellung getan.

Portugal war innenpolitisch zerrissen. In dieser Zeit gab es 8 Präsidenten, 34 Regierungen und 20 Aufstände. Die neuen Machthaber waren Freimaurer. 1911 sprach Afonso Costa in seinem Gesetz über die Trennung von Kirche und Staat: „Mit diesem Gesetz wird der Katholizismus, der die Hauptursache des jetzigen Zustandes ist, innerhalb zweier Generationen erledigt sein!“

Die Beziehungen zum Vatikan wurden abgebrochen, katholische Schulen verboten, der Religionsunterricht abgeschafft, die meisten Kirchen und schönsten Klöster geschlossen, oder zu profanen Zwecken entweiht. Hand in Hand gingen die Verwilderung der Sitten, wirtschaftlicher Ruin, Auflösung aller Ordnung. 1916 kam der Eintritt in den ersten Weltkrieg, wo ein ganzes portugiesisches Bataillon auf den flandrischen Schlachtfeldern den Tod fand. So sahen die Leiden zu jener Zeit in Portugal aus, wo man Schulkinder mit Spruchbändern durch die Strassen ziehen liess, auf denen zu lesen war: „Weder Gott noch Religion“.

Maria eilt bei grosser Gefahr zu Hilfe

Vom 13. Mai bis zum 13. Oktober greift – von der Welt kaum beachtet – eine weitere, ganz andere Macht, sichtbar in die Geschichte der Menschheit ein. Maria erscheint unter Zeichen, die einmalig in der Kirchengeschichte sind, sechsmal in Fatima. Sie verheisst das Ende des 1. Weltkrieges, ruft auf zum Rosenkranzgebet, zum Gebet um den Frieden und bittet um Umkehr. Auch bittet sie Papst und Bischöfe, Russland ihrem Unbefleckten Herzen zu weihen. Vertrauensvoll richten viele Gläubige ihren Blick nach Fatima, zur Königin des Rosenkranzes, die den Frieden verheisst. In der übrigen Welt jedoch gehen die Ereignisse in den blutigen Schlachten des vorletzten Kriegsjahres unter. Erst später, besonders im zweiten Weltkrieg und danach, treten die Erscheinungen ins volle Rampenlicht der Geschichte. Die drei Prophezeiungen der veröffentlichten Botschaft haben sich tragisch erfüllt. Die Zeichen der Zeit bestätigen das Nahen grosser Gefahren für die Menschheit. Deshalb hat Fatima noch nichts von seiner Aktualität verloren, auch wenn man die Botschaft aus dem Sinn verlieren mag.

Während die sogenannt Grossen Kampfespläne schmieden, wählt Maria drei ganz gewöhnliche, ungebildete Kinder aus und erscheint in der „Cova da Iria“, einer Talmulde, die zurzeit der Lusitaner der Göttin Iria geweiht war, um ihre Botschaft der Liebe, der Hoffnung und des Friedens zu bringen. Lúcia dos Santos, die Älteste,1907 geboren, war im Erscheinungsjahr 10 Jahre alt; Francisco Marto, der Cousin von Lucia, 1908 geboren, zählte 9 Jahre; Jacinta Marto, die jüngere Schwester Franciscos, war gerade 7 Jahre alt.

 

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